Aktuelles

Sie haben Lust uns zu besuchen?

Sehr gerne!

 

Sie haben die Möglichkeit, mit uns gemeinsam Oliven zu ernten und anschließend nehmen Sie ihr persönliches Olivenöl mit nach Hause. 

Ferner bieten wir Besichtigungen der Ölmühle, sowie eines Ölmuseums an. 

 

Rufen Sie uns einfach an unter der Telefonnumer:

 

0034 6 21 20 88 25

Lagrima de Oro

 

was bedeutet der Name unseres Olivenöls? Der Name ist in der spanisches Sprache geschrieben und bedeutet Träne aus Gold. 

 

Das Land, auf dem unsere Olivenbäume stehen, befindet sich in Casabermeja, einem kleinen, typisch spanischen Dorf in der Nähe von Málaga.

 

Unter dieser Internetadresse finden Sie weitere Informationen über Casabermeja:

 

http://de.visitcostadelsol.com/gemeinden/gemeinden/casabermeja-p9521

Fernandon Caruncho über den Olivenbaum

 

"Ich war wohl fünf Jahre alt und spielte stundenlang unter einem Aprikosenbaum mit Milka, einer Boxerhündin. Und in diesen Stunden, im Schatten dieses Baumes, entstand zwischen uns dreien, dem Baum, dem Hund und mir, eine jener ungemein echten, tiefen Freundschaften meiner Kindheit.

Einige Jahre später, auch in Andalusien, auf einem Landgut in der Sierra nahe Antequera, lernte ich einen anderen Baum kennen: den Olivenbaum. Ich erinnere mich daran, als ob es gestern gewesen wäre. Es war nachts, gleich nach dem Abendessen, wenn die Sommerhitze eine Art entspannte Schlaflosigkeit erzeugt. Meine Cousins waren im Haus beschäftigt. Ich ging in den Garten, um mich vom Glanz jener Sterne überwältigen zu lassen, wie es sie nur in Andalusien gibt und die mit dem Duft des Jasmins und der von Schritten auf dem Kies unterbrochene Stille vergehen. Inmitten diesen Gartens sang ein Springbrunnen seine klangschöne soléa, Tropfen für Tropfen. Am Ende der Gartenmauer ein Olivenbaum neben einem Gittertürchen, das sich gen Garten der Schatten und Nachtigallen öffnen ließ. Ein sich neigender Olivenbaum, neben einer Bank aus Kalkstein und Lehm, als Türsturz über dem Gitter. Ich weiß nicht weshalb - ich lehnte meinen Rücken gegen den gebeugten Rücken des Olivenbaums. Während ich das tat, spürte ich den Strom von Sternen durch meine Wirbelsäule fließen, so als ob ich auch ein Baum gewesen wäre, der sich an einen anderen lehnte, und diese sich wiedererkannten.

Da begriff ich, auf so einfache Art, wie es nur in der Kindheit oder Jugend geschieht, dass ich auch ein Teil des Kosmos war, Teil dieses sternenübersäten Himmels, wie der Jasmin, der an die Gartenmauer gelehnt wächst.

Was für ein erstaunlicher Moment der Selbstvergesslichkeit!

Was für eine wunderbare Erfahrung, zu wissen, dass du nichts bist und doch alles!

Diese Erregung wird dich Zeit deines Lebens begleiten.

Wenn du aus diesem Traumgespinst erwachst, das sich dann in lebendige Realität verwandelt, verstehst du, dass alles eine Seele besitzt und jener Olivenbaum mir seine gezeigt hatte.

Jahre später las ich den Satz des Dichters, der all diese Augenblicke miteinander verband, den Aprikosenbaum mit dem Ölbaum, den Hund mit dem Kies des Gartens und seinen Brunnen mit den Sternen. "Der Künstler blickt auf die Landschaften seiner Seele", schrieb José Ortega y Gasset. In jener Nacht lehrte mich der Olivenbaum das zu verstehen. Die Seele der mediterranen Landschaft ist im Olivenbaum, in seiner uralten Größe und prächtigen Gegenwart, der wie ein mächtiger Fels aufragt: kraftvoll und großzügig - mit erhobenen Armen versucht er die Sterne einzufangen."

 

Fernando Caruncho ist ein bedeutender Landschaftsarchitekt, Gestalter und Schöpfer wichtiger Gärten und landschaftlicher Entwürfe in Spanien, Italien, Griechenland und England.

 

Diesen Text haben wir aus dem Buch "Oleum - die Kultur des Olivenöls" von Carlos Falcó und Marques de Griñón.